Kino (oder: Es hat sich was getan)

Aus gegebenem Anlass mal wieder ein Bezug von 3D auf Kino und Film. Ich war nämlich am Wochenende im Kino. Die 3 Musketiere in 3D sollten es sein. Ich hatte ja die Befürchtung, Alexandre Dumas (der gute Mann hat im Prinzip die Originalvorlage zum Film geliefert) müsste sich im Grabe umdrehen, ob der schlechten Story und der komischen 3D Darstellung. Denn leider waren 3D Filme mit echten Menschen bis vor kurzem nicht besonders 3Dimensional. Meinem Empfinden nach zumindest.

Es hat sich tatsächlich was getan seit dem Anfang des 3D Hypes im Kino. Noch vor einigen Monaten hatte man das Gefühl, dass die Filme bzw. die Charaktere und die Kulisse näher beim Zuschauer waren, aber man war nicht wirklich dabei. Das ist doch eigentlich der Sinn von 3D Filmen. Dabei zu sein, den Film anders zu erleben.

Nun, ich kann versichern, das „Erleben“ ist inzwischen gegeben. Zwischenzeitlich habe ich mich richtig gehend erschreckt (fliegende Kanonenkugel irgendwer?). Es flogen Dinge und Menschen auf einen zu und man dachte wirklich, diese würden aus dem Bild heraus kommen.

Auch die Bilder ohne Brille schienen irgendwie anders zu sein. Normalerweise wurden für 3D Filme immer Bilder übereinander gelegt. Nicht direkt übereinander  sondern etwas versetzt. Zu dem Zweck sind ja auch die 3D Brillen da, damit diese Bilder ein 3D Bild werden. Zudem waren die Bilder im letzten 3D Film rötlich bzw grünlich.

Natürlich musste ich während dem Kinobesuch am Wochenende dann auch gleich schauen, ob das noch genauso ist. Mir ist klar, dass man eigentlich nicht ohne Brille auf die Leinwand gucken soll, aber das ist halt voller Einsatz für diesen Blog.

Jedenfalls musste ich feststellen, dass die Bilder gar nicht mehr so sehr versetzt übereinander waren und das da nix Rotes oder Grünes zu sehen war. Es hat sich also wirklich was getan im Bereich 3D im Film und Kino.

Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage, ob das einfach nur die alte Technik verbessert war oder ob eine komplett andere Technik zur Erzeugung der 3D Objekte genutzt wurde? Es gibt ja noch so viele. Man kann die Bilder miteinander verrechnen und es entsteht 3D. Man kann eine Art Hologramm erzeugen, das ist auch 3D.

Aber eigentlich zählt im Endeffekt nur das Erlebnis für den Kinobesucher. Das Gleiche gilt für ScanBull. Mit unseren Produkten wollen wir die Möglichkeit geben, das Internet anders zu erleben. Und um niemanden zu sehr zu erschrecken gibt es bei uns auch keine fliegenden Kanonenkugeln.

 

Ja, was denn jetzt?

Diese Frage haben wir uns auch schon mal gestellt und vor allem ein Neuling auf dem Gebiet 3D und 360° Fotografie steht vor dieser Frage wie der Ochse vorm Berg. Der Unterschied zwischen 3D und 360° Fotografie und ob überall wo 3D drauf steht auch 3D drin ist, das ist natürlich gemeint.

Der Hauptunterschied von beidem ließe sich zunächst mal über die verfügbaren Achsen festlegen. So dreht sich ein Produkt, welches Mittels 360° Fotografie erstellt wurde eigentlich nur um eine Achse. Entweder von links nach rechts oder von oben nach unten. 3D hingegen ist irgendwie plastischer dargestellt. Und das Objekt verfügt definitiv über mehr als nur eine Achse. Kann ja schließlich von wirklich allen Seiten betrachtet werden.

Es ist auch Fakt, dass mit 3D automatisch etwas plastisches, real Wirkendes assoziiert wird. Sonst würde man nicht von der 3. Dimension reden.

Allerdings gibt es auch bei 3D unterschiedliche Auffassungen, was denn jetzt 3D ist und welche Endgeräte auch 3D zeigen bzw. was von dem was gezeigt werden kann eigentlich 3D ist. Puhh, ganz schön schwierig. Irgendwie ist man sich ja selbst manchmal nicht so sicher. Zumindest wenn man versucht, alle Perspektiven und Meinungen zum Thema zu berücksichtigen.

So stellt sich die Frage, ob übereinanderliegende 2D Bilder wirklich 3D sind oder nur eine Art von 3D Simulation. Dieses Verfahren wird derzeit ja für 3D Filme (Kinofilme in 3D werden mit diesem Verfahren produziert) angewendet und für andere bewegte Bilder. Um diesen Effekt wahrzunehmen ist auch nach wie vor eine 3D Brille notwendig.

Oder sollte man unter 3D wirklich eine Art Hologramm oder ähnliches verstehen, welches sich wirklich von allen Seiten betrachten lässt und trotz Anzeige auf Bildschirm real wirkt? Im Prinzip ist das schon eine korrekte Definition für wirkliches 3D und nicht nur simuliertes 3D.

Was jetzt genau 3D ist, ist zum Teil auch von den einzelnen Programmen, die 3D Daten erzeugen abhängig. Oftmals haben diese Programme alle eine eigene Art 3D darzustellen. Also gar nicht so einfach das Thema. Von den vielen Unterschieden zwischen 360° und 3D fangen wir besser gar nicht erst wieder an, weil sonst dieser Post viel zu lang wird. Aber beim nächsten Mal gibt’s weitere (zum Teil verwirrende) Erkenntnisse dazu.

 

Wirklich!

Fragt man einen beliebigen Menschen, was die Fotos in einer Tageszeitung bzw. im Spiegel oder ähnlichen Magazinen darstellen, dann wird dieser Mensch die Frage mit „Die Wirklichkeit“ oder „Die Wahrheit“ beantworten.

Wir gehen davon aus, dass ein Foto in einer Tageszeitung uns ein Geschehen an einem weit entfernten Ort zeigen will. Oder die Geschehnisse in einem bestimmten Land. Und wir glauben das. Wie sonst sollte man auch die wirkliche Wahrheit erfahren, wenn nicht über die Nachrichten in den verschiedenen Medien?

Was keiner bedenkt: Bilder sind manipulierbar. Heutzutage noch mehr als früher. Es gibt Bildbearbeitungsprogramme (manche kostenlos, andere für Profis) wie Sand am mehr und für ein paar Veränderungen hier und da kann schon ein Laie sorgen. Die Wirklichkeit, die vermeintlich auf Fotos dargestellt wird, kann mit nur wenigen Klicks komplett verändert werden.

Aber machen nicht gerade diese Möglichkeiten Bilder erst interessant? Die Möglichkeit ein Bild so zu bearbeiten, dass zum Beispiel in einem Magazin das Model noch schlanker ist oder die Bluse ein noch intensiveres Blau hat birgt so viel Potenzial.

Das gleiche gilt für 360° Produktfotografie. Alleine die Vorstellung mit einer normalen Fotokamera ein Objekt in 360° aufzunehmen klingt surreal. Es ist jedoch möglich. Ob jetzt das Objekt von Hand immer einige Millimeter verschoben wird oder ob man einen 3D Scanner und ein entsprechendes Programm zur Hilfe nimmt – das Ergebnis liegt bestimmt viel näher an der Wirklichkeit als ein 2 Dimensionales Foto.

Die versuchte realitätsnahe Darstellung von Objekten mit Hilfe von 3D oder 360° Fotografie ist jedoch erst in den letzten Jahren eine Option geworden. Vorher schien trotz aller Bildbearbeitungsprogramme und Fotomontagemöglichkeiten ein 2 Dimensionales Bild als Darstellung der Wirklichkeit auszureichen.

Kann man eigentlich überhaupt sagen, dass ein 3Dimensionales Objekt eher der Wirklichkeit entspricht, weil es ja theoretisch die gleiche Form wie in der Realität hat? Oder ist auch hier alles möglich, da es ja inzwischen auch genügend 3D Bearbeitungsprogramme und verbesserte Bildbearbeitungsprogramme gibt?

 

3Deeeeeeeeeeeeee!!!!

Diese Aussage war in den letzten Jahren häufig im Kino während der (oftmals langen!) Vorschau vor dem Film zu finden. 3 kleine grüne Aliens, mit nur jeweils einem Auge, machten in eigener Sache Werbung für Filme in 3D. Die 3 waren schließlich in Toy Story 3 zu sehen.

3D im Kino ist allerdings erst in den letzten 2 Jahren ein aktuelles Thema. Wir von ScanBull beschäftigen uns schon seit den 90ern mit der Idee von 3D Scansysteme und der Darstellung in 3D. Das sind natürlich zwei völlig unterschiedliche Branchen, aber der Fortschritt und die Integration von 3D in unser Leben lässt sich anhand des Kino Beispiels gut nachvollziehen. Und die Aliens waren ja irgendwie auch süß. Und toll synchron Sprechen konnten die.

Irgendwie scheint 3D ja schwer im Kommen zu sein. Es gibt 3D Fernseher, fast jeder Film wird im Kino auch als 3D gezeigt und 3D Objekte im Internet, die der User auch noch selbst drehen und wenden kann, werden auch immer mehr zum Standard.  Eine tolle Sache. Endlich zeigt sich, was wir eigentlich bereits wussten: 3D ist die Zukunft bzw. bietet 3D einfach viel bessere Möglichkeiten. Vor allem bei unserem derzeitigen technischen Fortschritt.

Wir haben diese Erfahrung auch erst kürzlich gemacht. Ein großer Verkäufer von Elektroartikeln will seinen Internetauftritt ab dem nächsten Jahr in 3D haben. Und wir dürfen das machen. Ein großer Auftrag ist immer gut, soviel ist sicher. Doch auch der Gedanke, dass es sich momentan noch um eine eher surreale Idee handelt aber bald der Standard sein könnte kam uns.  Endlich scheint 3D bei allen angekommen zu sein. Oder sind wir, also die Menschheit, endlich bei 3D angekommen?

Wir werden jetzt natürlich nicht freudig die Augen verdrehen und verzückt 3Deeee!!! rufen. Das überlassen wir lieber den Aliens, bei denen sieht das niedlich aus. Aber freuen tun wir uns schon darüber, dass jetzt auch mehr Leute die Freude und die Möglichkeiten an 3D entdecken.